W. Marr

Der
Sieg des Judenthums
über das
Germanenthum.
Vom
nicht confessionellen Standpunkt ausbetrachtet
vonW. Marr

 

Vae Victis !Achte Auflage.
Bern,Rudolph Costenoble.1879.




Vorwort.
Was ich mit dieser Schrift beabsichtige, ist wenigereine Polemik gegen das Judenthum, als die Constatirungeiner kulturgeschichtlichen Thatsache.
Wo immer die Verhältnisse zu einem polemischen T o nder Sprache zwingen , kann und muss derselbe nur als« Schmerzensschrei » Unterdrückter aufgefasst werden.
Ein resignirter «Pessimismus fliesst aus meiner Feder.
Denkt, «es muss auch solche Käuze geben » und seidüberzeugt, Niemand freut sich mehr als ich selber, wenndie von mir berührten Thatsachen ad absurdum geführtwerden können.
Angegriffen sind die Juden und das Judenthum schonunzählige Male in der Literatur. Aber durchweg vomStandpunkt unserer nichtjüdischen Selbstüberschätzung; ichmöchte sagen, in grossprahlerischem Gambetta'schen Rück-zugsstyl. Zu dem ehrlichen, offenen Eingeständniss , dassIsrael eine Weltmacht allerersten Ranges geworden ist, hates unser Dünkel noch nicht gebracht. Wir haben wohl dieJuden, aber — uns selbst nicht erkannt.
Auf Originalität wird diese Schrift also jedenfalls An-spruch machen dürfen. Frei von all und jedem confessio-nellen Vorurtheil geschrieben , lässt sie Euch nur in denSpiegel einer kulturgeschichtlichen Thatsache blicken undes ist nicht die Schuld des «Pessimisten », wenn Euch derSpiegel — Sclaven zeigt.
Ich wünsche dieser Schrift zweierlei.
1)Dass sie von der jüdischen Kritik nicht todtge-schwiegen,
2)dass sie nicht mit den sattsam bekannten suffisantenRedensarten abgefertigt werde.
Ich verkünde ja laut, und zwar ohne jede Absicht einerIronie, den weltgeschichtlichen Triumph desJudenthums, das Bülletin einer verlorenen Schlacht, denSieg des Feindes ohne irgend welche Beschönigung dergeschlagenen Armee.
Und ich sollte denken, eine solche Offenheit hat An-spruch darauf, etwas Anderes als zelotisches Zeitungs-gemauschel zu erwarten.
W. M.
1.
Wenn ein Volk das andere unterjocht, so pflegt einervon folgenden zwei Fällen einzutreten. Entweder, derEroberer geht in die Kultur des Eroberten auf und verliertseine Spezialität.
Dies war u. A. bei den Tataren der Fall, welcheunter Dschingiskhan China eroberten und Chinesenwurden. Ebenso bei den Longobarden, deren Germanen-thum sich vollständig italisirte.
0der: dem Eroberer gelingt es, seine Spezialitätdem Eroberten aufzudrücken. Vide die angelsächsischeRace in Nordamerika und ihr Einfluss in Mittel- undSüdamerika.
So grossartig nach verschiedenen Richtungen hin dieerwähnten beiden Erscheinungen sein mögen, so verschwin-den sie doch vor der Kulturgeschichte des Judenthums.Denn hier tritt ein Moment völlig neuer Art auf.
Ein ganzer semitischer Volksstamm wird von seinerHeimath Palästina zu wiederholten Malen gewaltsam losgeris-sen, in die Gefangenschaft geführt und schliesslich «zerstreut».
Was die «babylonische Gefangenschaft» anbe-trifft, so" scheinen die Babylonier ihrer jüdischen Gefangenenbald überdrüssig geworden zu sein, denn man liess sie wiederlaufen. Das Gros des Volkes kehrte nach Palästina zurück,die « Bankiers » und die Reichen blieben in Babylon, trotzdes Zürnens und Donnerns der altjüdischen Propheten.
Es muss hier gleich auf die Thatsache hingewiesenwerden, dass die Juden von Anfang an, wo sie in der Ge-schichte auftreten, bei allen Völkern ohne Ausnahme ver-hasst waren.
Nicht ihrer Religion wegen, denn die Juden, —wenigstens den Propheten zufolge, — verstanden es imAlterthum ausgezeichnet, der Abgötterei andererVölker sich anzuschliessen, wie denn überhaupt das s. g.
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« starre Judenthum » erst ein Produkt der Zeit nach derZerstörung Jerusalems geworden ist.
Die generelle Feindschaft gegen die Juden hatte andereGründe. Erstens in der Scheu der Juden vor wirk-licher Arbeit. Zweitens: in ihrer gesetzlich vor-geschriebenen Feindschaft gegen alle Nichtjuden.
Dass ein Volk, welches in Krieg und Frieden denCodex Mosis bekannte, keine internationale Sympathieerregen konnte, wird Jeder zugeben, der das mosaischeGesetz in der Bibel auch nur ganz flüchtig zu durchlesensich die Mühe gegeben hat. Phantasie- und herzlos, reintraktatmässig geschäftlich, in Formalismus verknöchert wardas Verhältniss der Juden zu Jehovah. Im praktischenLeben der ausgeprägteste Realismus , den man sichdenken kann. Aber in dieser Beziehung wie aus einemehernen Guss. Selbst der Jehovah des alten Testamenteswar ein starrer Realist. Er anerkannte die Exi-stenz «anderer Götter» und war vom Konkurrenzhassgegen diese beseelt.
Titus beging den weltgeschichtlich dümmsten Streich,den man sich nur denken kann , indem er nach der Zer-störung Jerusalems die Juden theils in die römischeGefangenschaft schleppte, theils sie gewaltsam künstlichzerstreute. In Rom herrschte eben so wenig Glaubens-hass. «Jeder Gott ist in Rom willkommen », sagte dasSprüchwort. Freilich , wenn im Namen der Götter , diein Rom ihr « Salve hospes » fanden , die Menschen Unfugtrieben, die römischen Tempel zu demoliren suchten u. s. w.,so schritt die römische Polizei ein. Was die Juden aberauch bei den Römern verhasst gemacht hat, war wieder ihrexclusives Wesen, gepaart mit dem realistischen Schacher-und Wuchergeist, den sie in die römische Welt mitbrachten.Diese römische Welt, wie das ganze klassische Alter-thum, war in Zersetzung begriffen als die Juden importirt
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wurden. Der Semitismus fand also für seinen Realismuseinen günstigen Boden und schon zu Constantins Zeitenbildeten die «Neujuden» (Christen) — die Geldmacht in Rom.
Bei allen Völkern des Alterthums, die handeltreibendenPhönicier und Karthager nicht ausgenommen , war esunschön, das zu treiben , was in moderner Form dieAgiotage, der Schacher, der Wucher genannt wird.Stossen wir im Mittelalter auf « Geldnegozianten »,so waren es Juden, die man benutzte, aber — ver-achtete. Diese Weltanschauung lief parallel mit einermodernen, nach welcher man «den Verrath liebt,aber den Verräther hasst».
Der abstrakte Realismus des Judenthums war also indie abendländische Gesellschaft durch die Römer gewaltsamimportirt. Zeit und Verhältnisse waren seiner Entwick-lung und Ausbreitung günstig. Das Judenthum war derrealistische Hülfsmann der Geschichte geworden und fandfür seinen arbeitsscheuen , spekulativen Realismus einenfruchtbareren Boden im Abendlande, als es ihn je in Palä-stina besessen hatte.
Ganz natürlich erregte dies den Neid der abendlän-dischen Bevölkerung , und da der grosse Haufe von jeheres liebte, die Religion zum Deckmantel seiner Interessenzu machen , so bildete sich mit der Ausbreitung desChrisenthums der (scheinbar) religiöse Judenhassim Abendlande aus.
Wie blödsinnig die religiöse Seite dieses Hasseswar, erhellt schon daraus, dass man die Juden verantwort-lich für die Kreuzigung Christi machen wollte; eineProzedur, welche bekanntlich die römischen Autori-täten, dem Geschrei eines jerusalemitischen Pöbels feigenachgebend, in Scene gesetzt hatten. Jener jüdische Pöbelzu Christi Zeiten hat ja nicht mehr und nicht wenigergethan , als der Pöbel aller Zeiten , aller Völker stets
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gethan hat, noch thut und stets thun wird. Heute «Ho-siannah!» und morgen «Kreuzige!» schreien.Aber es liegt einmal in der Menschennatur, dass sie dieVorsehung, die Religion immer behelligt, wenn sie Dumm-heiten oder Niederträchtigkeiten begehen will. Man hatsich fast noch nie in Kriegen gegenseitig erwürgt, ohnezuvor hüben und drüben die G ö t t er oder unsern Herr-gott anzurufen und ihnen oder ihm die Ehre der Bundes-genossenschaft aufzudrängen, und so mussten denn auchGott und die Religion herhalten bei allen Juden-verfolgungen, während in Wahrheit diese letztem dochNichts waren als das Ringen der Völker und ihres Instinktesgegen die realistische Verjudung der Gesellschaft,als ein Kampf um's Dasein.
Ja! wenn wirklich einzelne fanatische Juden im Mittel-alter beim Passahfest — — — „Christenkinder ge-schlachtet" hätten, — wenn solche hirnverbranntenVorfälle sich ereignet hätten, was historisch nicht nach-weisbar ist, so wären dies keine andern Abscheulichkeitenals es die Verbrechen überhaupt sind, und berechtigtendurchaus nicht zu einem generellen religiösen Hass.So wenig wie dies die Unfläthereien gewisser pietistischerSecten gegen das Christenthum vermögen.
Gegen jede «religiöse» Verfolgung nehme ich somitdie Juden unbedingt in Schutz und ich glaube, es ist indieser Hinsicht kaum möglich, sich deutlicher auszusprechenals ich es hier gethan habe.
Dagegen betone ich folgende unumstösslich feststehendeThatsache:
In den Juden ist dem Abendlande durch die Römerein Volksstamm aufgedrungen worden, der, seiner eigenenGeschichte zufolge, bei allen Völkern des Orients aufsGründlichste verhasst war. —
2.
Die Juden sind also nicht als Eroberer mit dem Schwertezu uns gekommen.
Sie wurden von den Römern als politische Gefangenein die abendländische Welt hinein —« internirt» undzwar derartig, dass sie die Freiheit der Wahl der Nieder-lassung hatten und in den Städten ihre Sitze unter einerControlle standen, in den s. g. « Ghettos » (Judenvierteln).
Nichts ist natürlicher, als dass die Juden ihre Unter-jocher und Wegführer aus der Heimath hassen mussten.Nichts natürlicher, als dass dieser Hass durch einen beinahezwei Jahrtausende langen Druck und Verfolgung im Abend-lande anschwellen musste. Nichts natürlicher, als dass dieJuden in der Verbannung und indirekten Gefangenschaftim Abendlande noch gehässiger wurden als sie es im Orientwaren. Nichts natürlicher, als dass sie mit dem ihnen an-gebornen Talent der Schlauheit und Ueberlistung, als « ge-fangen » einen Staat im Staate, eine Gesellschaft in derGesellschaft bildeten. Der jüdische Partikularstaatsetzte im Abendlande den Krieg mit List fort, den er mitausrottenden Waffen im Morgenlande gegen die Völker ge-führt hatte, wo er der Stärkere war.
Es war dies einfach ein natürliches Rechtder Juden. Man kann von dem Unterdrückten nichtMilde statt Trotz erwarten und am wenigsten Aufrichtigkeitvon einem Volke, dessen Gesetz nicht im Hinhalten derrechten « Backe » besteht , wenn man die linke schlägt.
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« Auge um Auge, Zahn um Zahn », sagt der Jehovahnismus.War das Kriegsrecht der Strenge gegen ein solches Volk,nachdem man einmal den grossen politischen Fehler began-gen hatte, es in die abendländische Gesellschaft gewaltsamhinein zu zwingen, berechtigt, so war der zähe Widerstandder Juden ebenfalls ihr natürliches Recht und die staunens-werthe Zähigkeit und Ausdauer der Semiten hat es dahingebracht, dass sie im 19. Jahrhundert die erste Grossmachtdes Abendlandes in der Gesellschaft geworden sind, unddass namentlich in Deutschland das Judenthum nicht in'dem Germanenthum aufgegangen ist, sondern umgekehrtdas Germanenthum im Judenthum. Aufgegangen bis zudem Grade, dass die Stimmführer des deutschen Patriotis-mus, der « Reichsfreundlichkeit », die Stimmführer unsererparlamentarischen, ja kirchlichen Kämpfe — Judensind. —
Es ist gleich Anfangs nach der Zerstreuung der Judenim Abendlande eine bemerkenswerthe kulturgeschichtlicheErscheinung gewesen, dass das Judenthum sich in dieStädte warf und der Arbeit des Landbaues und der Kolo-nisation sich noch abholder zeigte als in Palästina und nochfrüher in Egypten. Man wende nicht ein, dass es in man-chen Ländern den Juden nicht gestattet gewesen sein soll,Grund und Boden zu erwerben. Das Abendland war bistief in das Mittelalter hinein zum grossen Theil einbrachliegendes Urland. Nichts stand jenem« Squatterleben » entgegen, welches die Pionire der Kulturin den Wäldern Nord-Amerika's führten. Herrenloser Bo-den war im Abendlande in Ueberfülle vorhanden. Aberer wurde von den Juden nicht in Angriff genommen, denndiesem Volke fehlte die energische Thatkraft der altenAngelsachsen, die, ihres Glaubens wegen vertrieben, imfernen Westen aus Wildnissen Staaten schufen.Nicht die Axt und der Pflug, die List und die Verschla-
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genheit des realistischen Schachergeistes waren die Waffen,mit welchen die Juden das Abendland eroberten und na-mentlich aus Deutschland ein Neu- Palästina gemachthaben.
Und warum vorzugsweise aus Deutschland ?
Der Romanismus, das alte cäsarische Römerthum, warselbst ein politischer und gesellschaftlicher Realismus indem Grade geworden, dass die Juden ein Staatsganzes vorsich sahen, welches erst durch den Idealismus des Christen-thums zerbröckelt werden konnte. Mit der Einführungdesselben als Staatsreligion, mit dem Beginn des Papst-thums, welches den Gegensatz von Christ und Nicht -christ aufrecht erhalten musste, um die Welt zu mo-nopolisiren , fand die jüdische «Handelsfreiheit » ihrenRahmen in Rom und Italien eingeengter. Das Judenthumdecentralisirte sich mehr und mehr,und wich vor demkirchlich-christlichen Fanatismus zurück. Es zerstreute sichmassenhaft über Spanien und Portugal und über die slavi-schen Länder, bis es von dort über Holland nach Deutsch-land in Massen emigrirte, während es unter den damaligenslavischen Barbaren seine sociale Minirarbeit ungestörterfortsetzen konnte. Nächst dem Slaventhum war aber dasGermanenthum am unvorbereitetsten gegen dieFremdlinge. Das Gefühl einer deutschen Nationalität, ge-schweige eines deutschen Nationalstolzes, existirte in dengermanischen Ländern nicht. Und gerade desshalb wurde esdem Semitismus leichter, in Deutschland festen Boden zufassen als in andern Ländern.
Allerdings erregte auch hier die Spezialität der orien-talischen Fremdlinge Anstoss. Allerdings provozirte diesemitische List und der realistische Geschäftsgeist in denackerbautreibenden Ländern germanischen Namens eineReaktion gegen die Juden. Dieses fremde Volksele-ment und sein Realismus stach zu sehr ab gegen den
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ganzen Charakter des Germanenthums. Seine Satzungen,seine ausgesprochenen Glaubenssätze , in allen Nichtjuden«Unreine» *) zu erblicken , erregten auf der einen Seiteden Grimm des Volkes, während die Juden sich anderseitsbenutzen liessen von den «Grossen », um auf Kostendes Volkes — — mit den Grossen ihre Geldgeschäfte zumachen. --
Hochbegabt, hochtalentirt nach dieser Richtung hin,dominirten die Juden schon im Mittelalter im Gross undKleinhandel und überflügelten das im Schweisse seines An-gesichts arbeitende Volk.
Dieses Volk sah, dass sein ethisches Gefühl den Ju-den nicht innewohnte , denn lieber als ihre Emanzipationwar ihnen das Geldverdienen. Wo dieser Punkt exi-stirte, erduldeten sie Alles. Von Oben officiell ge-drückt, konnten sie sich nach unten hinrealistisch schadlos halten. Das Volk durftenicht murren zu dieser seiner Ausbeutung durch die Gros-sen, bei welcher das Judenthum den Makler machte.Es nahm also die Religion zum Vorwande. Die « Kreu-ziger Christi » sollen uns ausbeuten ? schrie man. "Hepp!Hepp!"
*) Unter der Judenschaft von Pesth verursachte es (imDezember 1865) grosse Aufregung, dass der Vorbeter der orthodoxenGemeinde, Namens Schor, den Pesther Oberrabbiner Dr. Meise1,beschuldigte, er habe, zur kaiserlichenTafel geladen, von denSpeisen genossen. Die Untersuchung (!) ergab, dass die beideneingeladenen Rabbiner zwar von den Speisen auf ihren Teller ge-nommen, auch mit Messer und Gabel sich beschäftigt (!), aber nichtwirklich gegessen hatten. Hierauf entsetzte die Gemeinde den Vor-beter Schor seines Amtes. — Man muss sich bei solchen Vorgängennun fragen, mit welchem Rechte doch Leute, die sich zu verun-reinigen glauben, wenn sie an einem christlichen Mahle theil-nehmen, an einem Mahle, zu dem sie ihr Landesherr geladen,auf bürgerliche Gleichstellung mit den Christen dringen können? —(Ghillany, Europäische Chronik III, 120.)
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Den «Grossen» kamen solche gelegentliche Juden-hetzen gar nicht ungelegen. Wurden doch die Juden da-durch in Abhängigkeit und Maklerwillfährlichkeitgehalten und durften sich nicht beikommen lassen, als"Courtage" die Emanzipation ihres Volkes zu fordern.
Es lässt sich nun durchaus nicht läugnen , dass derabstracte, geldindustrielle und Schachergeist der Juden zumEmporblühen des Handels und der Industrie in Deutschlandviel beigetragen hat. Das Interesse, und nicht das Idealbaut die Staaten, und stellen wir uns das Interesse als einePersönlichkeit dar, so sind seine Mittel zum Zweck in denseltensten Fällen lauter und edel. Despotische Fürsten imsteten Kampfe mit einem despotischen und raubsüchtigenAdel, ein Bauer, der sich vom Negersclaven kaum durchetwas Anderes als die Farbe der Haut unterschied , einBürgerthum , welches bis in die Zeiten der Kreuzzügehinein noch sehr fragmentarisch, beinahe problematisch war.So stellte sich die germanische Gesellschaft dar, währendin Italien, Frankreich und Spanien die Kultur bereits blühte.
In dieses wirre, täppisch-germanische Element drangdas glatte, listige, elastische Judenthum ein ; mit seinerganzen realistischen Begabung intellectuell, d. h. was dieIntelligenz der Schlauheit betrifft, wohl geeignet, auf dasGermanenthuin hinabzublicken, den monarchischen, ritter-lichen, deutschen Tolpatsch zähmend, indem es seinenschlechten Leidenschaften behülflich war.
Ein Vaterland hatte der Jude nicht. Seinem ein-stigen Vaterlande wurde er mit jedem Tage mehr entfrem-det und die Erinnerungen an dasselbe waren ihm nur For-meln. Dagegen hatte ihm die Natur die Gabe versagt,sich mit andern Völkern zu amalgamiren , zu assimiliren.Er blieb abstossend gegen ihre Religion, spröde gegen ihreSitten, Gebräuche und Lebensweise. Er konnte seineUnterdrücker in Allem täuschen, nur nicht darin, dass er
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Jude war und bleiben wollte. Seine Satzungen wareneine permanente Herausforderung und Demonstration gegendie « Unreinen », in deren Mitte er lebte. Er war ihnentypisch fremd und ist es geblieben bis auf den heutigenTag; ja, sein exclusiver Judaismus tritt heutenach der Judenemanzipation, wie wir späterzeigen werden, noch weit ausgeprägter her-vor als dies in früheren Zeiten der Fallwar.
Wir dürfen uns also nicht schämen vor dem Einge-ständniss, dass uns mit dem Judenthume ab ovo ein Elementin unsere abendländische Gesellschaft gekommen ist, wel-ches unsere Vorfahren an List und Schlauheit bei weitemüberragte und mit diesen Waffen im Abendlande kämpfte,nachdem ihm das Feuer und Schwert des Fanatismus undHasses gegen andere Völker im Orient aus den Händengerissen war. Den Kampf gegen alles Nichtjüdische hatdas Judenthum im Abendlande mit diesen Waffen stetsfortgesetzt. Es widerstand siegreich unsern Weltanschauun-gen, es impfte uns die seinigen dagegen von Jahr zu Jahrmehr ein, indem es die Begriffe von Recht und Unrecht soelastisch machte, dass im Handel und Verkehr ihre Gränz-linie nur da erst zu finden ist, wo — das brutale Ver-brechen beginnt, aber die « straflosen Verbrechen»zu « Usancen » gemacht hat. Jener Spottvogel, der dieBörsenleute in « weisse » und « schwarze » Juden eintheilte,hat nicht so ganz Unrecht.
Aus diesem Allen folgt aber nur, dass das Germanen-thum nicht geistige Widerstandsfähigkeitgenug besass, um sich vor der Verjudung zu schützen undso ist Deutschland denn nach und nach das eigentlicheCentrum, das neue « gelobte Land » für den Semitismusgeworden , der aus Spanien , Portugal und Polen hereinfluthend, das bereits ansässige Judenthum noch verstärkte.
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Dieses Volk, die Juden, welches in seiner eigenen Ge-schichte eine Energie des theokratischen Fa-natismus besass, wie kein anderes Volk auf Erden,dessen theokratischer Codex in Krieg und Frieden geradezuhaarsträubend war, hat seine ganze destructive Spann-kraft in andere Formen gebracht und in dieser Form dieabendländische Welt erobert, was ihm bei der morgenländi-schen Welt mit Feuer und Schwert nicht gelungen ist.
Eine solche kulturgeschichtliche Erscheinung ist keineSeifenblase, die man mit einem wohlfeilen «Hepp,Hepp!» zum Platzen bringt. Es ist eine dämonischeErscheinung, trotz ihrer typischen «Frazzenhaftigkeit ».Ein Volk, dessen Typus das Gelächter des cäsarischenRom's erregte, das Schmutz starrend!, — schlimmer alsman es heute in Russland und Polen antrifft, — sich überEuropa verbreiten konnte, das von der Bildung der damaligenZeit gehänselt, vom Pöbel gemisshandelt, vom kirchlichenZelotismus verfolgt wurde, — dieses Volk machte sich als« Makler » im Mittelalter bereits die Grossen tributär undsog durch die Intelligenz und Elastizität seines realistischenSchachergeistes die Kleinen aus, behielt dabei die ganzetheokratische - jehovahnische Starrheit bei, welches seineeigenen, human denkenden Ausnahmsjuden fanatisch ver-folgte. Und dieses Volk hat mit seinem jüdischenGeiste die Welt erobert!
Das ist nicht die Macht des jüdischen religiösenGlaubens. Denn der Jude hat keine ideale Religion, er hatnur einen Geschäftsvertrag mit Jehovah und zahlt inSatzungen und Formeln seinem Gott, der ihm dafür aus-drücklich die angenehme Pflicht auferlegte , alles Nicht-jüdische zu vertilgen. Es ist die gewaltige Macht einesvollbewussten, typischen Realismus, den wir imJudenthum anzustaunen gezwungen sind, der uns in seinemPathos wie in seiner Satyre überall entgegentritt. Denn
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was die Thatsächlichkeit geschäftlicher, erwerblicher Mo-mente anbetrifft, so unterscheiden wir Germanen unskaum mehr noch von den Juden; es fehlt uns nur noch dieinitiative Kraft des semitischen Volkes, und da wir ver-möge unserer Stammesorganisation uns diese Kraft niewerden erringen können, so ist, — weil ein Stillstandin der Kulturgeschichte unmöglich, — unsere Perspek-tive keine andere, als eine Zeit, in welcher staatlichund gesetzlich das Judenthum zur Feudalherrschaftwird, und wir Germanen seine «Hörige» bildenwerden.
3.
In welchem grossen Irrthum das Germanenthum be-fangen war , der Judenfrage nur eine religiöse , d. h. con-fessionelle Bedeutung beizulegen, resp. ihr eine solche ab-zugewinnen, hat einer unserer edelsten Menschen, unserergrössten Denker und Dichter, unserer scharfsinnigsten Kri-tiker, hat — Gotthold Ephraim Lessing in seinem«Nathan der Weise» gezeigt.
Das 18. Jahrhundert, in welchem Lessing 1ebte, wardas Jahrhundert der philosophischen Emanzipation vonVorurtheilen aller Art, namentlich von religiösen. Nun istes merkwürdig, dass in jener grossen Epoche die englischenwie die französischen «Freidenker» dem Judenthum gegen-über sich mehr oder weniger ab1ehnend verhielten. Dergrosse Deist Voltaire ging dem Formalismus des Juden-thums sogar sehr herzhaft zu Leibe. Er und in EnglandMylord Bolingbrooke verhehlten ihre Stammesaversiongegen die Juden nicht im geringsten, und betonten sogarrecht deutlich, dass die Juden eine eigentliche Religiongar nicht beanspruchen könnten. Sie behandelten das Juden-thum geistig en bagatelle.
In Deutschland dagegen schlug der grosse Lessing einenandern Weg, — einen philosophischen Irrweg, — ein inseinem « Nathan der Weise » und es ist seltsam, dass die-ser so in die Augen fallende Irrweg unseres Unsterblichenin unserer zersetzenden Zeit der literarischenRücksichtslosigkeiten so wenig Beachtung ge-funden hat.
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Die Sage von den «drei Ringen» ist das schönste,was die Poesie der Toleranz je geschaffen bat. Aberwem legt Lessing diese erhabene und erhebende Wahrheitin den Mund?
Einem jüdischen Rothschild unter dem Sul-tan Saladin!
War das nothwendig in einem Tendenzdrama?— Konnte Nathan nicht ein jüdischer Gelehrter, ein anti-cipirter Baruch Spinoza sein? — Musste das widrigeElement der Geldnegozianten hineinspielen?
Und dennoch — versetzen wir uns psychologisch indie Stimmung des Dichters, so waren, — ihm selber unbe-wusst, Jude und Geldmensch identisch. Dieserwar von Jenem nicht zu trennen. Instinktiv fühlte dasder Dichter. Nathan macht Kriegsanleihen zumKampfe gegen die Kreuzfahrer. Er nimmt geschäftlichfinanziell Partei für einen der « Ringe ». Er bie-tet dem Saladin Geld an — unmittelbar nach der wunder-herrlichen Erzählung von den drei Ringen. Zinsfrei —nun ja, aber er unterstützt den einen «Ring», der nochdazu nicht einmal der des Judenthums ist. Allerdingsunterstützt er auch den « Tempelherrn » , aber dieNeutralität des « Etre suprême », die in der Ringlegendeso erhaben schön geschildert ist, wird durch ihn, Nathan,selber abgeschwächt. Lessing konnte unbewussterweisenicht über die Identität von Jude und Geldnegoziant hinaus.Musste der Held des Drama's ein Jude sein, warumstellte er diesen Juden nicht edelmetallfrei dar?Und so apotheosirte Lessing einen Ausnahmsjuden,der aber als Geldmann ein solcher war. Nathan ist einIndividuum, aber kein Begriff. Er steht charakteri-stisch vielleicht eine Stufe höher als der chargirte «Schewa»von Cumberlan d. Dieser letztere aber ist wahrer,naturgetreuer gezeichnet; Schewa ist aus dem Leben ge-
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griffen ; Nathan ist ein Abstraktum, das in die höchste,idealste Poesie der Humanität, ja der Toleranzphilosophieals — Bankier eintritt.
Der Jude Nathan würde den « Monotheismus » reprä-sentirt haben, wenn ihm Lessing nicht den realistischenBeigeschmak des Geldnegozianten gegeben hätte.
Es beweist dies nur, dass selbst Lessing, wider Wil-len, die Identität von Jude und Geldmacht dar-stellte.
Der Lessing'sche Nathan wurde gleichwohl so rechteigentlich der Bahnbrecher für die Judenemanzipations-ideen bei den Deutschen. Der germanische Idealismusmusste von der Ringsage captivirt werden und übersah,dass Lessing's Nathan nur — — ein Fabelwesensein 'konnte !
Wäre Nathan ein Christ gewesen, es hätte sich mehrals ein Paul Lindau gefunden , der die « literarischeRücksichtslosigkeit » begangen hätte, den grossen Humani-sten Lessing auf die dialektische Secirbank zu bringen!
Es lag an der Zeit. In der That : Jude und Geld-mensch waren unzertrennlich auch in Lessing's Augen.Das letztere Attribut konnte der Dichter nicht von demersten seines Helden trennen. Nur in dieser Form konnteman an Nathan glauben im grossen Publikum. Und ichwill mit diesen Auslassungen Nichts bewiesen haben, alsdass selbst unser grosser Lessing den « Juden » nichtgetrennt vom « Gelde » darzustellen vermochte. Die Idee,einen Spinoza zu antizipiren, wäre zu kühn für dasDrama gewesen; denn dieser wahrhaft grosse jüdischeNichtjude war ja von seinen eigenen Stammesge-nossen verflucht — — bis zum Meuchelmords-anfalle!! — Baruch Spinoza! philosophischerMessias des 17. Jahrhunderts! «Ans Kreuzgeschlagen» aber — von den Juden, wie der Jude Chri-
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stus an's Kreuz geschlagen wurde von den Römern! Ba-ruch Spinoza! ein Modeartikel des Judenthums des19. Jahrhunderts! Aber wehe dem Germanen, der demgrossen Haufen der Juden zeigen wollte, wer und was dergrosse Spinoza war !! 0 menschliche Jämmerlichkeit!Wie kann ein moderner Dutzendjude für Spinoza zuschwärmen affectiren !
Mit Lessing's «Nathan » und Cumberland's « Jude »beginnt der Gedanke der Judenemanzipation im grossenPublikum sich Bahn zu brechen. Das Theater wurde seinForum und die letzte theatralische That war in dieserRichtung Mosenthal's Deborah, welche den « Juden-schmerz » und den « Judenzorn » gleichmässig zeichnete.Die Judenemanzipation erhielt eine eigene Literatur inDeutschland seit Lessing und seit der Judenemanzipationin Frankreich zur Zeit der ersten Revolution.
Dass die Juden die Revolution von 1789 wie die 1848erRevolution froh begrüssten, dass sie sich eifrig daran be-theiligten, wer kann es ihnen verargen ? « Juden, Polenund Literaten » , hiess das conservative Schlagwort imJahr 1848. Nun ja, drei unterdrückte Potenzen! DieGlücklichen und Zufriedenen revoltiren nicht in dieserWelt. Dass die Juden bei dem bachantischen Freiheitstaumelin der Presse das lauteste Wort führten ist ebenfalls er-klärlich. Endlich ist noch wiederholt zu betonen, dass esdie philosophische Selbsttäuschung dahin gebracht hatte, inder Judenfrage eine confessione1le Freiheitsfrage zuerblicken. Das Judenthum stand aber im Jahr 1848 längstauf einer Stufe, wo von confessioneller Beeinträchtigungkeine Rede sein konnte. Die jüdische « Confession »war Nichts weiter als die Statuten eines Volkes, daseinen Staat im Staate bildete und dieser Nebenstaat,resp. Gegenstaat verlangte für seine Mitglieder ganzbestimmte materielle Vortheile.
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Die politische Gleichstellung war es; denn im bür-gerlichen Leben hatte factisch das Judenthum schonlängst eine dominirende, tonangebende Stellung errungen;so dominirend, dass christliche Staaten jüdische Bankiersbaronisirten, trotzdem diese semitischen Barone nicht« Stadtverordnete » u. s. w. werden konnten.
Dass die Judenfrage eine social-politische sei,fiel Niemand ein. Was man sich selbst seit 1800 Jahrenvorgelogen hatte, dass es sich um eine Frage der Glaubens-und Gewissensfreiheit handle, das log man sich frischwegweiter vor und so erhielt der social-politische Einbruchdes Judenthums in die germanische Gesellschaftdurch die Judenemanzipation seine gesetzlicheWeihe.
Es wurde eine factisch bereits bestehende Fremd-herrschaft gesetzlich anerkannt. Eine Fremdherrschaft,die es, um ganz prosaisch zu sprechen, soweit gebrachthatte, dass sie die Dictatur des Staatsfinanzsystems,also den Nervus rerum gerendarum, längst an sich gerissenund ihm den semitischen Dispositions- und Mani-pulationsgeist eingeimpft hatte.
Was das Judenthum längst errungen hatte, die Herr-schaft des jüdischen Realismus auf Kosten alles Ideellen,das sollte nicht nur sicher gestellt, das sollte ins Unendlicheausgebreitet werden. Und dazu bedurfte das Judenthumder gleichberechtigten politischen Theilnahme an der Ge-setzgebung und Verwaltung desselben Staates,den es theokratisch negirte.
Dieser und kein anderer ist nach Abschälung allerfarbenschimmernden Phrasen der Kern der Judenemanzi-pationsfrage gewesen. Bedingungslos trat die jüdischeFremdherrschaft in das staatlich - germanische Element ein.Ich gebrauchte wiederholt das Wort « Fremdherrschaft.»Aber ist denn ein Volk, welches alljährlich unter Anderm
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die rituelle alberne Phrase wiederholt: «Auf Wieder-sehen im nächsten Jahre in Jerusalem!» etwakein fremdes Volk? Es affichirt seine fremdländische Firmageradezu, abgesehen von seinen Sitten und beibehaltenenstarren Stammeseigenthümlichkeiten, die sich — innerlichund äusserlich — nur in seltensten und ganz vereinzeltenAusnahmsfällen in 1800 Jahren noch nicht mit dem Ger-manenthum —unterscheidungslos von diesem — assi-miliren konnte. Wollen und können denn die Juden ihrereigenen Macht dergestalt in's Gesicht schlagen, dass sieden angeblichen Versuch machen, sich nicht für ganzscharf ausgeprägte Fremdlinge auszugeben? Geradedarin besteht ja die «Gloire» des Judenthums, dass es1800 Jahre lang der abendländischen Welt den sieg-reichsten Widerstand leistete. Alle übrigen Einwan-derungen in Deutschland (z.B. die « französischen Kolonien »)sind spurlos im Germanenthum aufgegangen. Wendenund Slaven sind im germanischen Element verschwun-den. Die semitische Race, stärker und zäher, hat sie Alleüberlebt. Wahrlich! wäre ich Jude, mein höchster Stolzwürde mit Befriedigung auf diese Thatsache blicken. KeinTriumphator der Alt- und Neuzeit kann sichsolcher geistigen, kulturgeschichtlichen Er-folge rühmen, als der letzte Schacherjude, deran der Strassenecke auf dem Karren Band feil-bietet. — Ohne Schwertstreich, im Gegentheil, politischverfolgt durch die Jahrhunderte hindurch, ist das Juden-thum heute der socialpolitische Diktator Deutsch-lands geworden.
4.
Nur Deutschlands?
Im Lande der Denker und Philosophen datirt die Juden-emanzipation seit 1848.
Von jener Zeit datirt zugleich der dreissigjährigeKrieg, den das Judenthum mit gleichen Waffen offengegen uns führte.
Dass wir ihm diese Waffen gaben, konnte, nachdemwir im Laufe der Jahrhunderte von der jüdischen Intelligenzschon mehr als halb besiegt waren, in jener Sturm- undDrangperiode kaum vermieden werden. Bei den Wahlentrat das Judenthum sofort zu uns in ein statistischesVertragsverhältniss. Jude sein ward beziehungsweiseein Mandat. Um die jüdischen Stimmen zu gewinnen,mussten die Parteien dem Judenthum bei Aufstellung vonCandidaten Concessionen machen und mehr oder minderist dies bis auf den heutigen Tag so geblieben.
Bis zum Jahre 1848 war der Jude in Deutschland vor-wiegend « demokratisch » gesinnt, oder that doch so. Späterzersplitterte sich das Judenthum allerdings in parlamen-tarische Parteien, wesentlich aber in den «National-liberalismus», weil hier der Geist der Verjudung, dieNützlichkeits- und Möglichkeitstheorie, die Prinzipienlosig-keit am weitesten vorgeschritten war. Rein erhalten vonder Verjudung hat sich bis jetzt nur die ultramontanePartei. Die conservative Regierungspartei dagegenwimmelt von semitischen Elementen, denn zwei Drittel
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unserer officiösen Literatur sind durch Juden vertreten,Das gleiche Ziel, die Zersetzung des germanischen Staateszu Gunsten der jüdischen Interessen wird überall consequentverfolgt.
Die Tagespresse ist überragend in Judenhänden,die aus der Journalistik einen Spekulations- und Indu-strieartikel gemacht haben. Ein Geschäft mit deröffentlichen Meinung; die Theaterkritik, die Kunst-kritik überhaupt — zu drei Viertel in Judenhänden! Diepolitische Zeitungsliteratur, ja die confessionelle — inJudenhänden.
Halten wir hier einen Augenblick inne.
Die Emanzipation einmal errungen, gebot es der natür-liche Instinkt, dieselbe zu consolidiren, zu befestigen. Daskonnte nur durch die Presse und durch das Vereins-wesen geschehen. In beide fluthete das Judenthum daherganz folgerichtig wie eine Sturmfluth hinein. Es gebärdetesich ungemein geistes- und vorurtheilsfrei. Es trieb es biszur sarkastischen Selbstironie; aber wenn der hochbegabteE. Dohm im Kladdaradatsch die köstlichsten Witze überIsrael machte, so war es nicht gerathen, wenn ein Nicht-jude ein Gleiches that. Das Wort «Knoblauch » genügtschon, um uns Germanen des Glaubenshasses zu be-zichtigen. Nun, mich schützt wenigstens mein Namevor diesem Vorwurf.*)
*) Meine « Confessionslosigkeit» hat mir aber wenig geholfen.Denn als ich zu Anfang der Sechziger Jahre in meinem «Juden- spiegel» (Hamburg, Otto Meissner), indignirt über die Folgender Judenemanzipation, leidenschaftlich aber sachlich, den Kampfgegen die Verjudung der Gesellschaft führte, entstand ein Sturmwider mich, als ob das Orchester von Jericho um 1000 Posaunenverstärkt worden wäre. Aus der «Journalistik» wurde ich förmlichhinauszumanöveriren versucht und bis auf den heutigen Tagist mir ein selbstständiges Wort, über was immer für eine Frage,in der verjudeten Tagespresse nicht möglich. Ich ward hingestellt
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Von dem Augenblicke der Emanzipation an ward füruns Germanen das Judenthum als ein zu berührenverbotenes Objekt erklärt.
Der jüdische Industrialismus, nachdem er die Journalistikzu einem trivialen, auf die Klatsch- und Scandalsucht desgrossen Haufens mit Erfolg spekulirenden Handelsartikelgemacht hatte, fand für seine Verjudungstendenzen daszahlreichste Publikum. Jahrhunderte der factischenHerrschaft des jüdischen Realismus hatten hier vorgearbeitet.Das Judenthum dictirte die öffentliche Meinung in derPresse.
Jetzt aber kommt das non plus ultra des Uebermuthsdes semitischen Siegers!
Der «Kulturkampf» bricht aus. Während wir Ger-manen seit 1848 in die Press-Acht erklärt und press-vogelfrei geworden waren, wenn wir nur im GeringstenJüdisches in's Bereich der Kritik zogen, mischt sichdas Judenthum nicht nur in unsere confessionelle undKulturkämpfe mit dem Ultramontanismus, Nein!
als ein ganz gemeiner, religiös-fanatischer «Hepp-Hepp-Rufer», trotz-dem jede Zeile meines «Judenspiegels» das Gegentheil darthat. Ichhatte eben in das semitische Wespennest gestochen.
Aber — von mir nicht zu reden — wo wäre ein RichardWagner ohne die Hülfe des Königs von Bayern? Ist jemals einKünstler mehr von dem Judenthum angefeindet worden als Wagner?Ich rede nicht von den musikalischen Fachmännern, welche seineGegner waren, wohl aber von der Meute jener Scribenten und Theater-habitués, die ihm seine Ansichten — mochten sie selbst irrig sein —über das Judenthum nicht verzeihen. Und von denselben Leutenin Israel, die über den «Mangel an Melodie» im «Tannhäuser» und«Lohengrin» geschrien hatten, drängten sich in Bayreuth —
wohl in Baireuth! — als Wagner trotz alledem sich Bahn gebrochenhatte, modehuldigend eine Menge an ihn heran, um — — auchdort die erste Violine zu spielen, wie es «Brauch ist in Israel.» —Auch hier gab es zwei oder drei Ausnahmen von Juden, welche vonAnfang an ein Empfinden für des Meisters Wirken gezeigt hatten,aber die Ausnahme macht ja die Regel!
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es führte in der Presse fast ausschliesslich das grosseWort. In seinen Witzblättern, die ängstlich nach Allemspähten, was es als «Judenhatzen» niederspotten konnte,goss das Judenthum ganze Sturzbäder über den Ultra-montanismus aus. — Nun ja! Dieser war ja der Con-current des Judenthums in dem Ringen nach der Welt-herrschaft! Von Zartgefühl kann man doch hier wohlnicht reden beim Judenthum, das von uns verlangt, wirsollten es wie dünnes Glas behandeln, oder wie eine Mimosapudica.
Ja, es gab grosse Zeitungen, in welchen wir Germanenin der Kulturkampffrage gar nicht zum Worte gelassenwurden, weil — weil wir, um den römischen Fanatis-mus zu kritisiren, diesen als einen Ausfluss des alt -testamentarischen jehovahnischen Fanatismusbezeichneten. In Büchern (à la Johannes Scherr)konnte das Judenthum eine solche kulturgeschichtliche De-duktion und Analyse nicht hindern; in seinen Zeitungenunterdrückte es selbst die dem Ultramontanismus feind-lichen Darlegungen, sobald Israel nur dabei leise gestreiftwurde!! —
Versuche es Einer und glossire die jüdischen Ritualienund Satzungen. Er wird sehen, dass kein Papst unfehl-barer und unantastbarer ist als diese. D a s ist «Glaubens-hass, aber wenn der Jude das grosse und schliesslicheWort in unsern kirchlich-staatlichen Angelegen-heiten führt, das ist ganz etwas Anderes!
«Vae Victis»ruft uns das Judenthum innerhalbunserer kirchlich-staatlichen Differenzen bereits zu.
Ich und mehrere meiner Freunde haben es beim Beginndes Kulturkampfes versucht, uns an demselben von einemhöhern, kulturgeschichtlichen Standpunkte aus zu bethei-ligen. Umsonst. Wir durften nur reden, wenn wir ohnePrämisse redeten, wenn wir e x abrupto gegen « Kleri-
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kale » schimpfen wollten. Nicht einmal unter der Rubrik«Eingesandt». gab uns die jüdische Presse Hospitalität,wo sie uns doch hätte bekämpfen lassen können. Und sohat das Judenthum die freie Meinungsäusserung in derTagespresse — monopolisirt.
Es ist sehr wohlfeil, unsere eigene Impotenzmit einem phrasenreichen Judenhass zu bemänteln. WirDeutsche haben mit dem Jahre 1848 unsere officielleAbdankung zu Gunsten des Judenthums vollzogen. FragtEuch selbst: in allen Branchen des Lebens gehtder Weg zum Ziel durch die jüdische Vermittelung.Es ist überhaupt kein « Kampf um's Dasein » mehr möglich,ohne dass das Judenthum seine Provision davon zieht.Frage sich jeder einzelne meiner Leser, ob ich übertreibe?
Das ist das Resultat des dreissigjährigen Krieges, dendas Judenthum seit 1848 officiell mit uns geführt hat,und der nicht einmal mehr die Hoffnung auf einen faulen«westphälischen Frieden» übrig lässt.
5.
Es gibt keinen Stillstand. Vorwärts oder rückwärts!Sind nun schon Anzeichen vorhanden, dass die jüdische« Götterdämmerung » hereinbricht?
Nein.
Die sociale und politische Herrschaft des Judenthums,sowie die religiöse und kirchliche Meinungsbevormun-dung, die es ausübt, ist noch in der Vollkraft ihrer lebens-frischen Entwickelung zur Erfüllung der jehovahnischenVerheissung (Alle Völker will ich dir geben etc. ») be-griffen.
Eine plötzliche Umkehr ist schon aus dem Grunde nichtmöglich, weil der ganze sociale Bau, wie er sich durch dieVerjudung gestaltet hat, zusammenbrechen würde und keinIdeal vorhanden ist, das an seine Stelle treten könnte, umFleisch zu werden.
Wir können auch nicht auf die Hülfe des « christlichen »Staates rechnen. Denn die Juden sind die « besten Bürger »dieses modernen, christlichen Staates, der vollständig ihrenInteressen entspricht. Sie sind — ohne jegliche Ironie —die besten und wahrsten «Reichsfreunde» in Deutschland,denn dieses Reich ist ganz dazu angethan, sie zu den höch-sten und allerhöchsten Würden im Staate zu bringen.
Wenn ich eine Bitte an meine Leser richten darf, soist es die, dass sie diese meine Schrift aufbewahren undtestamentarisch die Verfügung treffen mögen, mein Büchleinvon Kind auf Kindeskind forterben zu lassen.
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Denn es ist keine ostentiöse Prophezeihung, sonderntiefinnerste Ueberzeugung, welche ich ausspreche, dass nichtvier Generationen mehr vergehen und es wird absolutkein Staatsamt, selbst das höchste nicht aus-geschlossen, mehr existiren, das nicht von den Judenusurpirt wäre.
Ja, durch das Judenthum wird Deutschland zur Welt-macht werden, zu einem abendländischen Neu-Palästina.
Nicht durch gewaltsame Revolutionen, sondern durchdie Stimme des Volks selber, sobald die deutsche Gesell-schaft den höchsten Grad ihres socialen Bankerotts erreichthaben wird, den höchsten Grad der R athlosigkeit, demwir entgegentreiben.
Kein Vorwurf desshalb dem Judenthum.
Es hat 1800 Jahre lang mit der abendländischen Weltgekämpft. Es hat diese Welt besiegt, sich unterthangemacht. Wir sind die Besiegten und es ist ganz in derOrdnung, dass der Sieger « Vae Victis!» ruft.
Unser germanisches Element hat sich der Fremdherr-schaft gegenüber als leistungsunfähig, als kulturgeschicht-lich machtlos erwiesen. Dies ist eine Thatsache, einerauhe, unerbittliche Thatsache. Staat, Kirche,Katholizismus, Protestantimus,Credo undDogmamüssen sich dem jüdischen Areopag beugen in der Tages-Dresse.
Aber das ist noch lange nicht Alles.
Nachdem das Germanenthum, bis dahin Nachzügler inder Judenfrage, an die Spitze derselben getreten, war keinHalt mehr.
Gambetta*), Simon und Crémieux waren dieDik-tatoren Frankreichs im Jahr 1870 /1871 während desKrieges und jagten Tausende und aber Tausende von Fran-
*) Heute Präsident.der Nationalversammlung!
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zosen in einen nutzlosen Tod. Alle Welt glaubte nachSedan an den Frieden. Nichts da! mit den Phrasen einesJules Favre wäre Bismarck schon fertig geworden, mitdem frivolen, nichtswürdigen Fanatismus der That derHerren Semiten in Tours musste « Blut und Eisen » weiterarbeiten.
Armes, verjudetes Frankreich! —
In England hält der Semit d'Israeli,einDeutschen-Hasser comme il faut, Krieg und Frieden in der orienta-lischen Frage in der «Westentasche.»
Wer hat den realen Nutzen von dem vergossenenBlut im Orient auf dem Berliner Congress errungen? DasJudenthum. Die «Association israelite» war dieErste am Platze.. Rumänien ward gezwungen, dem zersetzen-den Semitismus Thür und Thor officiell zu öffnen. AnRussland wagte das Judenthum noch nicht dieselbeForderung zu stellen. Wird aber auch schon kommen.
Und wer hat in Deutschland nach dem Kriege mitFrankreich die roh-materiellen Vortheile davon ge-tragen? Das Judenthum, repräsentirt durch eine Hand-voll jüdischer Bankiers; das semitische Maklerthum.Wir Germanen haben das abstract ideelle Resultat -- «reichsfreundlich» zu sein, uns mit dem «Reich derTräume» zu begnügen.
Wer war in numerisch erdrückender Weise an derSpitze des entsetzlichen, die Gesellschaft corrum-pirenden Gründerthums nach dem Kriege? DasJudenthum.
Halt! lieber Leser, knirsche nicht vor Zorn. Du hastkein Recht dazu. Die Fremdherrschaft ist uns aufge-drungen. 1800 Jahre hat der Kampf gegen die jüdischeHerrschaft, die ihren biblischen Traditionen factisch nieuntreu geworden ist, gedauert. Unsägliche äussere Leidenhat das semitische Volk ertragen. Du hast es roh gemiss-
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handelt, selten aber geistig bekämpft. Aus schwachenAnfängen ist es dir über den Kopf gewachsen, hat die ganzeGesellschaft in ihren Anschauungen corrumpirt, hat jedenIdealismus aus der Gesellschaft hinausgedrängt, hat inHandel und Wandel die massgebendste Stellung, dringtimmer mehr in die Staatsämter ein, regiert die Theater,bildet eine socialpolitische Phalanx und hat dir fast Nichtsmehr übrig gelassen als die rauhe Handarbeit, die es vonjeher gescheut hat; hat das Talent zum prasselnden Vir-tuosenthum, hat die Kupplerin Reclame zur Göttin deröffentlichen Meinung gemacht und — beherrscht Dichheute.
Oder soll das Judenthum seinen Sieg und Triumphetwa nicht ausnutzen?
Das deutsche Volk konnte — da es von Oben herdie Erlaubniss dazu erhielt, die französische Fremd-herrschaft 1813-1814 abschütteln. Warum hat es diesefranzösische Fremdherrschaft nicht verstanden, die InteressenOben in sich aufzunehmen, wie es die jüdische Fremd-herrschaft zu thun verstand?
Freilich, hochherzige Einzelne, ein Schill, ein Dörn-b erg , ein Stein, wurden von germanischen Monarchengeächtet, wie man vielleicht auch uns ächten wird, die wirdie Verjudung nur constatiren.
Bringen wir etwa Opfer? Ist es 'uns gelungen auchnur ein einziges antijüdisches Tendenzorgan in der Pressezu schaffen, welches politisch parteilos sein kann? —Sind nicht selbst unsere «Hausfrauenvereine » und ähn-liche Associationen unter jüdischen Patronessen , die das.Angenehme mit dem Nützlichen verbinden und ihr Ge-s chäftchen dabei machen? Fluthet das Judenthum nichtin alle Poren unseres Lebens herein? —
Ihr knirscht auf der germanischen Bärenhaut, ichneige mich in staunender Bewunderung vor diesem semi-
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tischen Volke das uns den Fuss auf den Nacken gesetzthat, und raffe den letzten Rest von Lebenskraft zu-sammen, um resignirt in der jüdischen Knechtschaft, alsEiner, der sich nicht ergeben, der nicht um « Pardon »bitten will, möglichst ruhig zu sterben.
Können wir historische Thatsachen läugnen?Nein!
Die historische Thatsache, dass Israel die leitendesocialpolitische Grossmacht im 19. Jahrhundertgeworden ist, liegt vor uns. Uns zu entjuden, dazufehlt uns notorisch bereits die physische und intellec-tuelle Kraft. Der rohe, brutale, aber vollständigunbewusste Protest gegen die realistische Verjudung der Gesellschaft war die Socialdemokratie , welche — —es mit den Juden hielt, denn das Judenthum hatte sichauch in diese Reihen eingedrängt. Wie denn ja auch derStifter der deutschen Socialdemokratie, Lassalle, einSemit war.
Was wundern wir uns also? Wir haben einen elastischen,zähen, intelligenten, fremden Volksstamm unter uns, der inallen Formen den abstracten Realismus zur Gel-tung zu bringen weiss. Nicht die einzelnen Juden, derjüdische Geist, das jüdische Bewusstsein hat sichder Welt bemächtigt. Nicht von einer « Judenhatze »kann mehr die Rede sein, wo die Germanenhatze heult,so bald nur ein nichtjüdisches Element sich hervor-wagt.
Das Alles sind kulturgeschichtliche Resultate,so einzig in ihrer Art, so grossartig, dass man miteiner banalen Alltagspolemik dagegen Nichts mehr aus-richten kann. Das stolze Römerreich hat mit der ganzenGewalt seiner Waffen solche Triumphe nicht zu registriren,wie der typische Semitismus im Abendlande und besondersin Deutschland.
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Von allen europäischen Staaten ist jetzt nur noch Russland übrig, welches der officiellen fremdherr- schaftlichen Invasion Widerstand leistet. Die letzte Parallelegegen dies letzte Bollwerk hat das Judenthum in Rumäniengezogen, und wie die Dinge stehn und liegen ist die Kapi- tulation Russlands nur noch eine Zeitfrage.
In diesem vielgliedrigen Grossstaat findet das Juden-thum den « archimedischen Punkt », den es braucht, um dieabendländische Welt vollständig aus ihren Angeln zuheben.
Die jüdische, elastische Leichtlebigkeit wird Russlandin eine Revolution stürzen, wie die Welt vielleicht nochkeine ähnliche gesehen hat. Der socia1e Nihilismus,der abstracte Individualismus wird in einer Weise praktischheraufbeschworen werden, dass ihr das erst halbcivilisirteCzarenreich nicht widerstehen kann. Die unentwickelte,theils noch in den Windeln liegende, oder aber bereitsjüdisch corrumpirte russische Administration bietet,ihm die trefflichste Handhabe. Man blicke nur auf dasvielgliederige 0esterreich, wie tief und unrettbar ver-loren es heute in jüdischen Händen ist!! — —
Wie, und wo das musterhaft administrirte, strammePreussen, mit seinen graden und einfachen Hohen-zollern, mit seiner disciplinirten Bevölkerung, ein bereitsdurchbrochener Damm für das Judenthum ist, sollen diezum Theil noch primitiven Volkselemente in Russland wider-standsfähiger sein können als wir Germanen es waren und sind-
Erleben wir nicht schon heute, dass unter dem mildenund humanen Czaren Alexander, dem Aufheber der Leib-eigenschaft — der politische Nihilismus florirt?!
Und Russland könnte Widerstand leisten gegen dengesellschaftlichen Nihilismus, den das Judenthumin die Anschauungen des Abendlandes gebracht hat?
Unmöglich!
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In Russland hat das Judenthum die letzte Positionerobert, von wo aus es fürchten muss, möglicherweisenoch einmal im Rücken angegriffen zu werden. Hat esRussland lahm gelegt, hat es den Rücken vollständigfrei, hat es in Russland Aemter und Stellungen invahirtwie bei uns, dann wird der Zusammenbruch der abend-ländischen Gesellschaft jüdisch- officiell beginnen unddieses « letzte Stündlein » des verurtheilten Europa wird inspätestens 100-150 Jahren schlagen, denn die Entwickelunggeht heute rascher vorwärts als in frühern Jahrhunderten.
Was Russland vom Judenthum zu erwarten hat, istklar. Mit Ausnahme von zwei oder drei jüdischen Zeitungen,welche eine platonische Neutralität beobachteten, hat dieganze jüdische Tagespresse im russisch-türkischen Kriegeberserkerwüthig Partei zu Gunsten des Asiathenthumsgegen Russland ergriffen. Weder das religiöseMoment dieses Krieges — so sekundär er immerhin ge-wesen sein mag — noch — und das ist die Hauptsache! —der kulturgeschichtliche Gedanke, der höher steht alsalle Diplomatie, der Gedanke an die Jahrhunderte, ja, Jahr-tausende langen Kämpfe gegen das Asiatenthum — nichteinmal die hellenischen Traditionen konnten derjüdischen Presse einen höhern Standpunkt diktiren.
Zuverlässig! sie hätte Partei genommen für Russ-land, wenn an der Newa ein Lasker und Bambergerpolitisch die ersten Geigenvirtuosenkonzerte gegeben hätten,oder wenn das Judenthum eine noch wichtigere Finanz- -rolle in Russland spielte als in der Türkei. Aus allenanti-russischen Zeitungsartikeln aber klang jetzt der jüdischeSchrei nach Selbstinteressen heraus.
A la guerre comme ä la guerre! Es war das Rechtder Juden, denn sie sind ja Fremdlinge, die gezwungenwurden, mit uns seit 1800 Jahren Krieg zu führen, undauch hier constatire ich wieder nur eine Thatsache — sine
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ira et Studio. — Das «Wo bleibe ich ? » klang und klingtaus jeder Parteinahme der Juden heraus ; sie sind mehr« toujours en vedette », als die ganze abendländische Welt.
Und wie es uns in der «Kulturkampffrage» erging, soerging es uns in der orientalischen Frage. Eine vom Juden-thum abweichende Meinung fand keine Hospitalität in derTagespresse, die ja fast durchgehends jüdisch-industriellgeworden ist. Ernst und Satyre nahmen in der deutschenPresse blindwüthig Partei für die verrottete, finanziell inJudenklauen befindliche Türkei. Die Agiotage dictirtedie Meinung.
Dazu kam noch, dass Russland geistig völlig unvor-bereitet, d. h. ohne auch nur den Schatten einer öffentlichenMeinung für sich gesucht zu haben, in den Krieg taumelteund der Ansicht Vorschub leistete, dass nicht seine Mis -sion im Orient, sondern nur ephemerer Eroberungskitzeles treibe. Der Gedanke, dass implicite der Uebermuth dergrossen Seespinne England gebrochen werden sollte, durchwelchen ausgesprochenen Gedanken sich Russland zahlreicheFreunde erworben haben würde, blieb unausgesprochen,und so ward — England der Alliirte des Judenthums.Es ist stets das Unglück der Slaven gewesen, dass sieden germanischen Geist ignorirten und ihn nur nachjüdischen Zeitungen beurtheilten. Mein Gott, der germa-nische Geist ist in der « deutschen » Presse ja selber nahedaran, ein Fremdling zu werden. Es werden keine zehnJahre vergehen und es existirt in ganz Deutschland keinunbeschnittener Journalist mehr! Höchstens Lohnschreiberim Sinne der jüdischen Zeitungsindustriellen.
Auch das ist ganz in der Ordnung, denn « à la guerrecomme à la guerre », und die Kriegsgefangenen müssen« schanzen ».
Es steht mir nicht zu und ist auch hier kaum amPlatz, die innere Politik des Fürsten Bismarck in
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Deutschland seit 1866 einer Kritik zu unterziehen. Es ge-nüge, zu constatiren, dass seit jener Zeit Se. Durchlauchtvom Judenthum wie ein Constantin verehrt wird unddass die nationalliberale jüdische «Opposition» ganztransparent nur nach der Macht drängt, die ihr derFürst schon jetzt einräumen soll. Als lächerlich kannich diese jüdischen Hoffnungen leider nicht bezeichnen;denn die Prämissen unseres inneren Staatslebens sindnach dem Kriege mit Oesterreich und noch mehr nachdem Kriege mit Frankreich derart gewesen, dass man diekühnsten jüdischen Hoffnungen nicht lächerlich finden kann.
Wie! Frankreich hat in den letzten 7 Jahren einenjüdischen Diktator und ein jüdisches Triumvirat,— England hat einen jüdischen Premier zu ver-zeichnen, und Deutschland, das sociale Eldorado desJudenthums, sollte es nicht auch fertig bringen, mit demStrome der modernen Kultur zu schwimmen? — Lächer-lich wäre es vielmehr, wenn das Judenthum seine Hoff-nungen auch nur um einen halben Ton herabstimmte.
Steht es mir als Deutschem und Mitbesiegtemnicht an, die innere Staatskunst des Fürsten Bismarck einerKritik zu unterziehen, so würde ich, wenn ich Jude wäre,sagen: «Der Fürst hat seine Zeit begriffen, wiekein Staatsmann vor ihm. Er hat den kultur-geschichtlich klaren Blick, dass das Germanen-thum bankerott in den letzten Zügen liegt undsieht sich nach lebenskräftigeren Elementen um.»
Was können ihm auch Männer nützen wie wir, diewir keine «Reichsfreunde» mehr sein können, weilwir kein deutsches Reich haben und vom Fürsten Nichtserbitten,, als den geduldeten Raum für eine kleinestille Gemeinde, die — noch nicht alle Ideale ver-loren hat. — —
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6.
Der 1800jährige Krieg mit dem Judenthum naht sichseinem Ende.
Bekennen wir es offen und ohne Rückhalt : das Ger-manenthum hat sein Sedan erlebt. Wir haben unsereArmeen verloren und dürfen nicht gambettasirendürfen nicht einen zu Nichts führenden Krieg mit. Frei-schaaren mehr führen.
Wir sind besiegt im offenen Kampfe.
Ja wohl, im offenen Kampfe; denn das Judenthum hatsich stets handgreiflich gezeigt, wie es ist, und seine kleinenKriegslisten, dass es uns den Glaubensfanatismusanlog, wenn wir uns wehrten, sollen ihm verziehen sein.
Wir sind diesem fremden Volksstamme nicht mehr ge-wachsen.
Geht und schwatzt mir nicht vom Gegentheil ! Mitbrutalem «Hepp, Hepp» des Pöbels, mit Scheiterhaufen etc.ist Nichts gethan. An der innern Selbstbefreiung vom jü-dischen starren Realismus haben wir nie gearbeitet. Geistighaben wir Nichts leisten können, weil wir zu träge undzu geizig waren, mit dem jüdischen Spekulationsgeist inder Presse in die Schranken zu treten. Scheltet also nichtüber eine « Scandalpresse », die ihr kauft, lest und mitEurem Gelde unterstützt. Macht Euch nicht vor Euchselber vor Eurem Spiegel verächtlich, wenn Ihr Euer Bildim Spiegel seht. Hört als Besiegte auf, «gross-mäulig» zu sein. Dem Judenthum gehört die Zu-
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kunft und das Leben, dem Germanenthum die Ver-gangenheit und das Sterben.
So will es die kulturgeschichtliche Entwicke-lung unseres deutschen Volkes. Gegen diese eiserne Weltgesetz hilft Nichts mehr.
Es war von Anfang an kein religiöser, es war einKampf um's Dasein, der mit der Fremdherrschaft desJudenthums geführt wurde, dessen Charakter aber erstjetzt zum klaren Bewusstsein gekommen ist.
Zu spät. Wir sind so tief in die Verjudung hinein-gerathen, dass wir die Existenz der ganzen modernenGesellschaft in Frage stellen müssten, wollten wiruns kräftig wieder herausarbeiten.
Wir haben auch keine Hülfe, die uns beisteht, umdiese Germanenemanzipation mit Ruhe und Beson-nenheit zu vollziehen; weder bei Fürsten, noch beiStaatsmännern, noch im Volke selbst. Der kultur-geschichtliche Bankerott des Abendlandes und besondersdes Germanenthums scheint sich erbarmungslos zu voll-ziehen. Nennt es «Pessimismus», der aus mir spricht.Es ist Blatt für Blatt die ganzen Kulturge-schichte, auf die ich mich stütze, die uns mit dämo-nischer Logik in die Verjudung hineingeführt hat.
Aber ich wiederhole und glaube es in dieser Zeit, wodas Verdächtigen gegen anders Denkende so leicht ist, nichtoft genug wiederholen zu können: mich beseelt nichtder entfernteste «Judenhass» und eben so wenigein confessioneller Hass gegen die Juden. Nicht einmal ein«Nationalhass» oder «Racenhass ». Kein Volk kannfür seine Spezialitäten. Die welt- und kulturgeschichtlichenEreignisse haben das Judenthum in das Abendland herein-geschleudert. Dasselbe fand ein ihm fremdartiges Element vorund war selbst diesem Element fremdartig. Die Reibungzwischen den beiden Volkselementen begann, und in dieser
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Reibung hat sich das Judenthum fester als das Abendlandund speciell das Germanenthum gezeigt.
Es wäre eine verdienstvolle Arbeit für einen deutschenGelehrten, welcher die Zeit dazu hat, diese meine flüchtige,aber präcise Skizze zu einem wissenschaftlichen Werkeauszudehnen und Phase für Phase die Fortschrittenachzuweisen, welche das Judenthum social- politisch inDeutschland durchgemacht hat. Eine Arbeit, würdig vonunserm grössten Kulturhistoriker Johannes Scherr un-ternommen zu werden.
Nun ! — Auch ich habe einst heftig gegen das Juden-thum polemisirt, aber ich bekenne meinen Irrthum. MeinePolemik war ein Anachronismus ; sie kam um viele Jahr-hunderte zu spät.*) — Ich hege nicht die geringste Feind-schaft gegen « die Juden », wenn sie mir persönlich Nichtszu leide thun, und auch dann natürlich nur gegen persön-liche Feinde. Dass ich, wie unzählige andere Schriftstellerund andere Menschen, unter der Verjudung meines Berufeszu leiden habe, liegt in der Natur der Sache. Es ist wieim Kriege. Wie kann ich den Soldaten persönlich hassen,dessen Kugel mich trifft ? — Reicht man ihm nicht, ver-wundet, noch die Hand als Besiegter oder Kriegsge-fangener? Und sollten wir barbarischer sein, als der Soldatim Kriege ?
Es ist in meinen Augen ein ehrlicher Krieg, der seit1800 Jahren geführt wird. Hüben und drüben haben wires uns nur selbst nicht eingestehen wollen, weil wir hübenund drüben — Doktrinäre waren und den Kampf inseiner kulturgeschichtlichen Ganzheit nie begriffen.
Der Jude — ich spreche hier generell — hat unterseines Gleichen ganz vortreffliche Eigenschaften. Manche
*) Der Judenspiegel. Hamburg, 0. Meissner. 5. Auflage, 1863
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— sein Familienleben — inniger als man es bei andernVölkern antrifft. Er kann gut und liebenswürdig gegen unssein — äusserlich. Dass in seiner innern Natur das Be-wusstsein des «Volkes par excellence » lebt, dass er unshass t, oder in uns nur Ausbeutungsmenschen sieht, liegt inseiner Stammesnatur und in seiner Geschichte des Alter-thums. Dass er nach dem Empfang, der ihm im Abend-lande zu Theil wurde, sich nicht für uns begeistert, istnatürlich. Er wollte oder konnte nicht in uns auf -gehen; er musste also mit uns kämpfen ; er musstenach seinem entscheidenden ersten grossen Siege von 1848diesen Sieg weiter verfolgen und — er mag wollen odernicht — er muss heute danach streben, die germanische,resp. abendländische Welt zu Grunde zu richten. Diese,die zersetzende Mission des Judenthums (die es im Al-terthum bereits gehabt), findet erst dann einen Gegenstoss,wenn sie ihre höchste Spitze erreicht hat, d. h. wenn derjüdische Cäsarismus installirt sein wird.
Von woher dieser Gegenstoss kommen wird ?
Sicher nicht vom Germanenthum, denn das liegt inder Agonie.
Vielleicht — aber nur sehr vielleicht! — tretendie slavischen Völker dann in den Vordergrund derBühne der grossen « Tragikomödie » Weltgeschichte.
7.
Leichter ist es, das Bild zu zeichnen, welches unserejetzige Generation höchstwahrscheinlich noch zu erblickenhaben wird. Denn täuschen nicht alle Anzeichen, so stehtdem Judenthum, bevor es zur autokraten Herrschaft gelangt,noch ein letzter, verzweifelter Anprall der — namentlichgermanischen — Welt bevor.
Die «Judenfrage» ist eine social-politischeFrage. Die Verjudung der germanischen Welt hat Begriffeund Theorien von individueller socialer «Freiheit»geschaffen, die nicht mehr Freiheit, sondern nur nochFrechheit genannt werden kann, und deren praktischeConsequenzen selbst dem verjudeten Germanismus zuunerträglich geworden sind.
Die Agitation gegen den Geldwucher ist dererste volksthümliche Ausdruck des bevorstehenden Anpralles.
In einen Abgrund von Demoralisation blickt man, wennman in den Zeitungen die täglich wachsenden Geldoffertenliest, die Aufforderungen an Leute mit einem kleinen Ka-pital sich an «Lombardgeschäften » zu betheiligenunter Garantie von 20-30 %per Monat. Theils sind diese« Geldnegocianten » heimliche Agenten von grösseren Kapi-talisten, theils locken sie kleine Kapitalisten in die Ver-suchung, durch Blutsaugerei der Armuth und der Noth als« Privatiers » angenehm leben zu können. Das ist schlim-mer als eine « Spitzederei », denn diese beutete nur dieDummheit aus, der Wucher, der dazu noch Andere satanischzum Mitwucher verführt, beutet die Noth und das Elendaus.
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In unsern Parlamenten, wo die Wucherfrage jetzt aufder Tagesordnung als « brennende Frage » paradirt, wird,wie üblich, — geschwatzt. Die Dogmen von «individuellerFreiheit », rectius Freiheit und Frechheit des zügellosestenErwerbswahnsinnes, sind so feststehende sociale Glau-benssätze geworden, dass unsere Herren Volksvertreter —ein Jammerbild! — sich abmühen, den « Pelz zu waschen,ohne ihn nass zu machen ». Man könnte ja gezwungen seinmüssen, den zügellosen Manipulationen der Grossindustrieund des Grosskapitalismus ebenfalls zu Leibe zu gehen,und desshalb bleibt die Wucherfrage praktisch resultatlos,verlässt sie die Schranken einer nur theoretischen Entschei-dung nicht.
Der Doktrinarismus unserer verjudeten Gesellschafthilft die Klippe der Wucherfrage zu umschiffen und dasarme Volk aller Stände bleibt ein Opfer der Wucherer undder von ihnen corrumpirten germanischen Helfer,die mit Judenhilfe gar zu gerne 20-30% per Monat an derNoth und dem Elend der Armen verdienen! — (Wenn manuns, Angesichts solcher staatlichen Tolerirung, nur we-nigstens nicht mit der Zumuthung incommodirte, vor dem" christlich" (!) - germanischen Staate Respect zuhaben! — —).
«Es ginge wohl, aber es geht nicht!» Daswird das Ende der parlamentarischen Litaneien über dieWucherfrage sein.
Inzwischen frisst das soziale Krebsgeschwür des Wuchersimmer weiter um sich. — Die innere Gefühlserbitte-rung « gegen die Juden» steigt von Stunde zu Stunde(genau wie im Mittelalter unter ähnlichen aber wenigergrossartigen Verhältnissen), und eine Explosion ist un-ausbleiblich.
Dazu kommt noch, dass Fürst Bismarck durch seineZoll- und Steuerprojecte sich den weitaus grössten Theil
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seiner getreuen Juden entfremdet, denn die goldene Inter-nationale kennt eben so wenig ein Vaterland, wie dieschwarze und rothe. Die «7 magern Jahre », welche dasdeutsche Reich für uns Germanen seit 1871 gehabt hat,drohen jetzt auch dem Judenthum, und Se. Durchlauchtwird bald erfahren, wie rasch in Geldsachen die Gemüth-lichkeit seiner semitischen Schützlinge aufhört.
Der germanische Staat zersetzt sich also in rapidesterWeise weiter, und bricht die von uns vorhergesehene Ex-plosion aus, dann hat der Staat keine Ursache, die Juden
vor dem « ardor civium » besonders zu schützen. Wie schon
unzählige Male in der Geschichte wird dasbrutale «Hepp-Hepp» zu einem «Sicherheits-ventil» für den Staat werden. — Und die Zeit istvielleicht nicht fern, wo wir, die «Judenfresser » par excel-lence, die semitischen Fremdlinge, die uns besiegt haben,vor Gewaltthätigkeiten der empörten Volksleidenschaftenzu schützen suchen müssen.
Eine solche Katastrophe steht bevor, denn der Ingrimmgegen die Verjudung der Gesellschaft ist um so intensiver,als er in der Presse sich nicht Luft machen kann, ohnedass er den obstrusesten Glaubenshass, wie er in ultra-montanen und überhaupt reactionären Blättern zu Tagetritt, zeigt.
Wir sind so mundtodt gemacht, dass wir in derPresse nicht einmal an das menschlich-ethische Ge-fühl der Juden appelliren können. Ueber Rom dürfen wirschimpfen und Witze reissen. Ueber den Protestantismusdito. Gegen die Regierung ebenfalls. Zu dem Allen findenwir Hospitalität in der verjudeten Presse. Die Sache derHumanität gegen den abstracten Individualismus-
dürfen wir nicht führen. Die bärenhäutige germanische Indolenz, der ger- manische Geiz, der germanische, bequeme, teutonische
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Phrasenhochmuth ist Schuld daran, dass es so weit gekommenist, dass das flinke, kluge Israel zu entscheiden hat, wasman reden soll und was nicht.
Ich bitte Euch, scheltet mir die Juden nicht! Ihr wähltdie Fremdherrschaften in Eure Parlamente, Ihr macht siezu Gesetzgebern und Richtern, Ihr macht sie zu Diktatorender Staatsfinanzsysteme, Ihr habt ihnen die Presse über-antwortet, weil Ihr mehr Geschmack an der blendendenFrivolität findet als am sittlichen Ernst, — was wollt Ihrdenn eigentlich? Das jüdische Volk wuchert mit seinenTalenten und Ihr seid geschlagen , wie das ganz in derOrdnung ist und wie Ihr es tausendfach verdient habt.
Redet auch nicht davon, dass «die Juden die Preiseverderben » im Geschäft. Sie bemächtigen sich dergrossindustriellen, schwindelhaften Ueberproduktion,verkaufen « zu Schleuderpreisen », machen sich Geld und« wuchern» mit dem Gelde. Ist denn das nicht auch «ganz inder Ordnung » und den Dogmen des «abstracten In-dividualismus», die Ihr begeistert vom Judenthumangenommen habt, entsprechend?
Wir sind so festgefahren in der Verjudung, dass unsnichts mehr retten kann und dass eine brutale antijüdischeExplosion den Zusammenfall der verjudeten Gesellschaftnur verzögert, nicht aber hindert. Die grosse Missiondes Semitismus haltet Ihr nicht mehr auf. Der jüdischeCäsarismus ist nur, — ich wiederhole es aus innersterUeberzeugung, — eine Zeitfrage und erst nachdem dieserCäsarismus seinen Höhepunkt erreicht hat, hilft uns viel-leicht — ein "unbekannter Gott", dem im kaiserlichenRömerreich, halb ironisch halb vorahnend, auch Altäre er-richtet wurden. —
Schlusswort.
Ich bin mit meiner kulturgeschichtlichen Skizze zuEnde.
Billigdenkende werden mir den Ausdruck des Schmer-zes, den ich bei der Verjudung meines Vaterlandes em-pfinden muss, verzeihen und mir zugleich das Zeugnissgeben, dass ich, wahr und gerecht, nur Thatsachen consta-tirt und dem deutschen Volk absolut nicht auf Kostendes jüdischen geschmeichelt habe.
Habe ich «die Juden» verletzt, indem ich auchihnen zeigte, wohin die Logik der Verjudung uns geführthat und noch führen wird, so konnte ich es nicht ändern.Der Sieger kann nicht verlangen, dass der Besiegteihn noch byzantinisch anweihräuchert.
Es ist ja einzig und allein ein kulturgeschicht-1icher Prozess, wie er sich in der «Friction» zweierverschiedener Volksstämme vollzogen hat, den ich skizzirthabe, und ich sollte denken, diesmal dürfte die jüdischePresse, — ausnahmsweise, — ohne sich Etwas zu vergeben,eine Schrift, welche nicht in ihrem Sinne ist, anständigbehandeln.
Ich weiss es, meine Freunde und ich sind in derJournalistik wehrlos gegen das Judenthum. Uns stehtweder ein fürstlicher noch ein bürgerlicher Mäcen stützendzur Seite, und unser deutsches Volk i s t schon zu ver-judet, um sich für seine Selbsterhaltung zu erwärmen.
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Es musste also endlich einmal die Thatsache sansphrase eingestanden werden, dass wir die Besiegten, dieUnterjochten sind.
Ich habe dieses Eingeständniss gemacht, um die Juden-frage endlich einmal aus dem Nebel der Abstractionen undParteieinseitigkeiten herauszubringen. Ja , ich bin über-zeugt, ich habe ausgesprochen, was Millionen Judenim Stillen denken:
Dem Semitismus gehört die Weltherr-schaft!
Sprecht es also ebenfalls offen aus, Ihr Juden. Seidoffen und wahr in Euren Gedanken. Ihr habt ja die Machtdazu, es sein zu können ! Und wir beklagen nicht unsmehr. Nur keine Heuchelei mehr zwischen uns.
Ein weltgeschichtliches « Fatum » — so möchte iches nennen — hat uns gleich Gladiatoren der Kulturge-schichte in eine Arena gebracht. Der Völkerkampf musstegekämpft werden ohne Hass gegen die Einzelnen, die zumAngriff wie zur Vertheidigung gezwungen wurden. Zäherund ausdauernder als wir , waret Ihr die Sieger in diesemVölkerkrieg , den Ihr ohne Schwertstreich geführt habt,während wir Euch massacrirten und verbrannten, abernicht die sittliche Kraft besassen , Euch auf Euch selbstund den Verkehr unter Euch anzuweisen.
In unserer mittelalterlichen Brutalität glaubten wirEuch « schieben » zu können und — wurden « ge-schoben ».
Vielleicht sind Eure realistischen Welt - und Lebens-anschauungen die richtigen. Vielleicht will es das « Fa-tum », dass wir Eure Heloten werden. Wir sind auf be-stem Wege dazu. Vielleicht ist der Geist, den Ihr in dieabendländische Welt gebracht und dem sich Hoch undNiedrig sozialpolitisch schon heute beugt, der einzig wahre,welcher Deutschland die Hegemonie dauernd sichert.
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Das kann der einzelne Germane weder mit Ja, nochmit Nein heute beantworten. Aber mit berechtigtemStolze dürft Ihr auf uns herabblicken.
Wagt nicht, diese Worte als Ironie aufzufassen! —Ich protestire feierlich dagegen. Ich habe den Schleier vondem semitischen « Bilde von Sais »heruntergerissen undblicke der furchtbaren « Isis » fest in's Antlitz, denn ichläugne ihre Macht nicht. Das enthüllte Bild kündet mirnichts Neues.
Gesteht, anständiger, anerkennender hat Euch nochnie ein Feind behandelt als ich es gethan , der ich per-sönlich, wie Viele, Viele von Euch wissen, doch ein Lebenvoll Ursachen hätte, Euch zu h a s s e n.
Aber man hasst nicht mehr, wenn man erkannthat. « Beaucoup savoir, , c'est beaucoup pardonner », sagtVoltaire, und ich «weiss», dass Ihr die Siegerseid.
Empfehle ich mich damit Eurer « Gnade »?Nein.
Ich will Nichts von Euch als : Achtung vor meinerUeberzeugung.
Ich kann mich ja geirrt haben. Es kann jamöglich sein , dass der S e m i t i s m u s und das G e r -manenthum sozialpolitisch Frieden schlies-s en. Ich glaube nur an diesen Frieden nicht. Ichglaube nur an das, was ich sehe: an unsere sozialpoli-tische Knechtung unter Euch, und statt mit den Kettenrenommistisch zu rasseln, wie es so viele thun, bekenneich, dass wir an « Hand und Fuss» , an « Kopf und Herz »von Euch in Fesseln geschlagen sind — vom Palast bisin die Hütte.
An die Stelle der Leidenschaftlichkeit des Kämpfensist bei mir die stoische Resignation getreten.Kühlt Euer Müthchen in wohlfeiler Weise an dem Stoiker,
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wenn Ihr es nicht lassen könnt. Nur redet weder vonConfessions - noch Racenhass. Es ist der Schmerzeines unterdrückten Volkes, der aus meiner Feder spricht,eines Volkes, welches unter Eurer Herrschaft heute seufzt,wie Ihr unter unserer Herrschaft geseufzt , aber das Ihrim Laufe der Zeit schrittweise zu Boden geworfen habt.
Die « Götterdämmerung » ist für uns angebrochen. Ihrseid die Herren, wir die Knechte.
Was bleibt uns übrig ?
Sollen wir uns R o m in die Arme werfen ? Sollen wir« nach Canossa » gehen und dem Papstthum alle Errungen-schaften unserer Wissenschaft zu Füssen legen ? Das wäreein saurerer Gang als ihn Luther zu Worms gethan! Sol-len wir uns mit den protestantischen « Muckern » verbindenund hier wie dort Confessionshass heucheln? Ebenfallsunmöglich.
Die « freisinnige » Tagespresse ist uns verschlossen,denn Ihr habt sie zu monopolisiren verstanden ! Ja, dieheilige Freiheit selbst ist jüdisches Mono-pol geworden! Sie muss sich nach sozialpoli-tischen jüdischen Dogmen richten.
Und ich halte es desshalb für meine Pflicht, sogarmeinen Verleger von jeder moralischen Verantwortlich-keit für diese Schrift, für dieses Pronunziamentoder Resignation, zu entbinden, um ihn sicher zu stellenvor der Rachsucht der jüdischen Sieger.
Eine « Stimme in der Wüste » ist laut geworden undhat nur Thatsachen festgestellt. — UnumstösslicheThatsachen.
Finden wir uns in das Unvermeidliche, wenn wir esnicht ändern können.
Es heisst:
Finis Germaniae.